Politischer Pausen Podcast

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Belastung oder Entlastung: Was bringt der digitale Sozialstaat? | mit Prof. Dr. Tanja Klenk

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Digitalisierung und Bürokratieabbau zählen zu den regelmäßigen politischen Versprechen. Doch was ist damit eigentlich konkret gemeint und wie wirkt es auf sozialstaatliche Leistungserfüllung? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der Verwaltungswissenschaftlerin Prof. Dr. Tanja Klenk über Ambivalenzen eines sogenannten Magic Concepts.
Im Mittelpunkt steht die Frage, warum so viele Menschen sozialstaatliche Leistungen erst gar nicht in Anspruch nehmen, obwohl sie ihnen zustehen. Das Phänomen des Non-Take-Up verweist auf strukturelle Hürden, die auch durch digitale Zugänge nicht automatisch verschwinden, sondern oft sogar gegenteiliges bewirken.
Das Gespräch beleuchtet, wie Administrative Burdens den Zugang zu Leistungen prägen und wie Informationsdefizite, Verfahrenskomplexität und persönliche Frustration zur Nicht-Inanspruchnahme beitragen. Dabei wird deutlich, dass Digitalisierung kein Allheilmittel ist, sondern neue Ungleichheiten schafft.
Ein Gespräch über politische Versprechen, soziale Teilhabe und die Frage, wie Verwaltungserfahrungen das Vertrauen in Staat und Demokratie prägen.

Breaking oder Briefing: Quo vadis Politikjournalismus? | mit Michael Bröcker

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Wie verändert der digitale Medienwandel die politische Berichterstattung und mediale Öffentlichkeit? Was kann politischer Journalismus im Zeitalter der Jederzeit- und Überallmedien noch beitragen?
In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit dem Journalisten Michael Bröcker über strukturellen Medienwandel. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich politische Information verändert hat, klassische Printformate an Reichweite verlieren und neue Formate wie Newsletter, Briefings und digitale Abonnements hinzugekommen sind.
Gemeinsam diskutieren sie, warum gerade kompakte Hintergrundformate für politische Entscheiderinnen und Entscheider immer wichtiger werden, wie journalistische Einordnung im digitalen Informationsüberfluss funktionieren kann und welche neuen Geschäftsmodelle im politischen Journalismus entstehen. Dabei geht es auch um die veränderten Arbeitsweisen von Redaktionen, den Einfluss sozialer Medien auf politische Kommunikation und die Frage, inwieweit sich politische Öffentlichkeit fragmentiert hat.
Ein Gespräch über journalistische Verantwortung und Orientierung in einer immer komplexeren Informationswelt.

Nachwuchs der Macht: die Jugendorganisationen politischer Parteien | mit Dr. Anna-Sophie Heinze

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Jugendorganisationen sind keine Anhängsel ihrer Mutterparteien, sondern zentrale Orte politischer Sozialisation, Rekrutierung und strategischer Positionierung. In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Anna-Sophie Heinze von der Universität Trier über die Funktionen, Dynamiken und politischen Wirkungen parteinaher Jugendorganisationen.
Im Mittelpunkt stehen sie als Rekrutierungs- und Revitalisierungsorte für das politische Spitzenpersonal und Parteien in Zeiten sinkender Mitgliedszahlen. Inwiefern setzen sie eigenständige Akzente und treten ideologisch radikaler auf als ihre Mutterparteien? Was sind die professionellen Karriereanreize, soziale Motivationen und politische Überzeugungen junger Mitglieder?
Ein besonderer Fokus im Gespräch liegt auf rechtsextremen Jugendorganisationen und der Jungen Alternative bzw. neu gegründeten Generation Deutschland.
Dazu wird der Blick auf Geschlechterverhältnisse, Professionalisierung und internationale Vergleichsfälle gerichtet. Ein Gespräch über politische Sozialisation, demokratische Nachwuchsförderung und die Bedeutung junger Parteiorganisationen für die Zukunft des Parteiensystems.

Kirche und Macht: wie politisch ist die Religion? | mit Nora Bossong

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Religion ist immer auch politisch. Sie prägt Fragen von Autorität, Legitimität und Gesellschaftsordnung. In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der preisgekrönten Schriftstellerin und Essayistin Nora Bossong über den politischen Einfluss religiöser Deutungen in Vergangenheit und Gegenwart.
Ausgehend von Bossongs theologischer Ausbildung und ihrer literarischen Arbeit diskutieren die beiden, warum religiöse Narrative im politischen Raum wieder an Bedeutung gewinnen und wie Kirche als Institution historisch wie heute in politische Strukturen eingebunden ist. Im Zentrum stehen dabei auch innerkirchliche Hierarchien und geschlechtsspezifische Ausschlüsse, die bis heute fortwirken.
Der Blick richtet sich zudem auf internationale Entwicklungen, etwa den wachsenden Einfluss religiöser Akteure in der US-amerikanischen Politik, sowie auf die Frage, wie Religion als identitätsstiftende Ressource politisch mobilisiert wird. In Bezug auf Bossongs Roman Reichskanzlerplatz sprechen Schwanholz und Bossong außerdem über die Rolle der Kirche im Nationalsozialismus und über ihre Verantwortung in der Gegenwart. Vor dem Hintergrund des Erstarkens rechtsextremer Kräfte diskutieren sie, welche Lehren aus der Geschichte zu ziehen sind und welche Verantwortung religiöse Akteure heute tragen.
Ein Gespräch über Religion als politische Ressource, historische Kontinuitäten und die Frage, wie demokratische Gesellschaften mit Glauben, Macht und Erinnerung umgehen.

Alles neu denken? Demokratie zwischen Avenir oder Futur | mit Prof. Dr. Andrea Römmele

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Zukunft ist nicht gleich Zukunft. In der neuen Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Prof. Dr. Andrea Römmele, Professorin für Kommunikation in Politik und Zivilgesellschaft an der Hertie School of Governance, über die Zukunft der Demokratie in einer Zeit multipler Krisen. Ausgangspunkt des Gesprächs ist Röm­meles Buch „Demokratie neu denken. Szenarien unserer Welt von morgen“, in dem sie zentrale gesellschaftliche Megatrends identifiziert und deren Bedeutung für demokratische Handlungsfähigkeit durchdenkt.
Im Fokus stehen Fragen nach Führung, politischer Kommunikation und der Fähigkeit demokratischer Systeme, mit Digitalisierung, Klimawandel, Migration, Urbanisierung und demografischem Wandel umzugehen. Römmele macht deutlich, warum die Institutionen der Demokratie robuster sind, als oft angenommen, wo hingegen Anpassungen nötig sind und weshalb es nicht an Wissen, sondern konsequenter Umsetzung fehlt.
Dabei geht es auch um positive Zukunftsnarrative, um politische Verantwortung jenseits reiner Mehrheitslogik und um die Frage, wie Demokratie gesellschaftliches Vertrauen in Politik zurückgewinnen kann. Ein Gespräch über Zukunftsideen, demokratische Gestaltungskraft und die Gesellschaft in turbulenten Zeiten.

Verantwortung! | mit Dr. Volker Wissing

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Zum Auftakt des neuen Jahres spricht PD Dr. Julia Schwanholz im Politischen Pausen Podcast mit Dr. Volker Wissing über politische Führung und den Zustand der demokratischen Debattenkultur. Ausgangspunkt des Gesprächs ist Wissings neues Buch „Verantwortung“, in dem er seine Zeit in der Ampelkoalition reflektiert und grundsätzliche Fragen an das politische System Deutschlands stellt.
Im Zentrum steht die gescheiterte Ampel(bundes)regierung im Kontrast zur Ampel in Rheinland Pfalz. Wissing beschreibt öffentlichen Streit, fehlende Loyalität und mangelnde Verbindlichkeit in gemeinsam getroffenen Entscheidungen. Er erachtet parteipolitische Taktik als zentrale Ursache des Vertrauensverlusts. Darüber hinaus diskutieren Schwanholz und Wissing, was politische Führung in Zeiten multipler Krisen leisten muss und warum Verantwortung mehr bedeutet als strategische Profilierung.
Die Folge widmet sich außerdem der Frage, wie politische Lagerbildung, soziale Medien und eine eskalierende Aufmerksamkeitsökonomie demokratische Aushandlungsprozesse verändern. Wissing plädiert für einen Freiheitsbegriff, der individuelle Rechte und gesellschaftliche Verantwortung zusammendenkt.
Ein nachdenkliches Gespräch über Verantwortung im Amt, die Grenzen parteipolitischer Überzeugung und die Frage, wie demokratische Zusammenarbeit unter schwierigen Bedingungen gelingen kann.

David oder Goliath? Die berechtigten Interessen der organisierten Bürgerschaft | mit Dr. habil. Maximilian Schiffers

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In der neuen Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit dem Politikwissenschaftler Dr. habil. Maximilian Schiffers über die Rolle von Nichtregierungsorganisationen in der Demokratie. Schiffers forscht zu Verbänden, NGOs und zivilgesellschaftlicher Interessenvertretung und ordnet ein, wie vielfältig und unterschiedlich dieses Feld ist.
Wie legitim sind Anliegen von NGOs? Welche Formen der Beteiligung sieht das Grundgesetz für sie vor? Warum braucht es Interessenvertretung jenseits politischer Parteien? Es wird diskutiert, wie die Pandemie Organisationsfähigkeit und Finanzierung vieler NGOs herausgefordert hat und weshalb Professionalisierung und strategische Anpassung das zivilgesellschaftliche Handeln nachhaltig verändern.
Auch geht es um die politische Auseinandersetzung rund um die kleine Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Anfang 2025 und die Frage, welche Wirkung das Etikett NGO in polarisierten Debatten entfalten kann. Schiffers erklärt, weshalb Neutralität in der politischen Praxis kein eindeutiger Begriff ist und was gesellschaftliches Engagement mit Haltung zu tun hat, ohne dabei zwingend parteipolitisch zu sein.
Eine Folge über Pluralismus, Legitimität und die Bedeutung einer starken Zivilgesellschaft für eine widerstandsfähige Demokratie.

Eine Frage des Stils: das mediale Bild von Politik | mit Dr. Kristina Weissenbach und Dr. Ole Meinefeld

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In der 123. Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Dr. Kristina Weissenbach und Dr. Ole Meinefeld über Politikstile und die Logik der Medien. Wie beeinflusst die Darstellung des politischen Spitzenpersonals unser Demokratievertrauen?
Ausgangspunkt ist eine Analyse deutscher Leitmedien, in der die Gäste zeigen, dass Inhalte weniger haften bleiben als emotionale Muster.
Im Gespräch geht es um die Frage, wie solche Deutungen entstehen, warum negative Erzählungen in aller Regel dominieren und welche Rolle Geschlecht, Emotionalität und Authentizität in der öffentlichen Bewertung politischer Führung spielen. Die drei diskutieren zudem, wie sich Aufmerksamkeit von klassischen Leitmedien hin zu sozialen Plattformen verschiebt und welche Folgen dies für Vertrauen, politische Repräsentation und das demokratische Selbstverständnis hat.
Eine Folge über die Wirkung von politischer Kommunikation, die Entstehung medialer Bilder und ihrer Prägekraft für Führung in der Demokratie.

Von Reben und Reden - Politische Kultur im Glas | mit Dr. Knut Bergmann

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In der neuen Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit dem Politikwissenschaftler und Publizisten Dr. Knut Bergmann über die feinen, aber hochpolitischen Zwischentöne von Wein, Tischkultur und Staatsrepräsentation in der Bundesrepublik.
Ausgehend von Bergmanns Buch „Mit Wein Staat machen“ diskutieren die beiden, wie kulinarische Inszenierungen zu Symbolen nationaler Identität werden und was ein Glas Riesling über politische Haltung, Kulturverständnis und gesellschaftlichen Wandel verrät.
Dabei geht es um die kulturelle Inszenierung von Macht, von Theodor Heuss’ „Pathos der Nüchternheit“ bis zur Berliner Republik, in der Craft Beer, vegetarische Menüs und alkoholfreie Begleitungen neue Formen politischer Symbolik prägen. Ein Gespräch über Genuss und die Frage, was gutes Essen und Trinken über unser Verständnis von Demokratie und Repräsentation verraten.

35 Jahre Wiedervereinigung - emotionale Wende? | mit Prof. Dr. Conrad Ziller

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In der neuen Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Prof. Dr. Conrad Ziller, Politikwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen, über die gesellschaftliche Bilanz von 35 Jahren deutscher Einheit.
Im Mittelpunkt steht die Frage, warum sich die Kluft zwischen Ost und West trotz wirtschaftlicher Angleichung in politischen Einstellungen und Identitätsfragen weiter hält.
Ziller stellt aktuelle Befunde aus seiner Forschung vor und zeigt, wie sich die Kritik an der Wiedervereinigung im Osten gewandelt hat – von sozialer Ungleichheit und Teilhabe hin zu Identität und Repräsentation. Es geht um Wut, Entwertungserfahrungen und den Einfluss rechtspopulistischer Mobilisierung, aber auch um Ambivalenzen, Anpassung und Chancen für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Eine analytische Folge über Identität, Demokratie und das fortwirkende Erbe der deutschen Einheit, die noch immer Fragen nach Zusammenhalt und Repräsentation aufwirft.

Über diesen Podcast

Im Politische Pausen Podcast diskutiert Dr. Julia Schwanholz mit ihren Gästen über Themen aus Politik und Wissenschaft.

von und mit Dr. Julia Schwanholz

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